DPM Data Protection Manager Fehler ID 30115 VssError: Es ist nicht genügend Speicher vorhanden, um die Schattenkopie-Speicherdatei oder andere Schattenkopiedaten zu erstellen. (0x8004231F)

Bei dem DPM-Fehler:
"ID 30115 VssError: Es ist nicht genügend Speicher vorhanden, um die Schattenkopie-Speicherdatei oder andere Schattenkopiedaten zu erstellen."
handelt es sich um ein Problem auf dem Client und nicht auf dem DPM-Server. Nicht das Replikats- oder Wiederherstellungsvolume auf dem Data Protection Manager ist das Problem, sondern der Speicherplatz für Schattenkopien auf dem Client-Quelllaufwerk.

Der Fehler verhindert, dass erfolgreich DPM-Backups vom Clientlaufwerk erstellt werden können. Auch eine manuelle Konsistenzüberprüfung scheitert augenblicklich.

Auf dem Client zeigt sich folgende Fehlermeldung in der Ereignisanzeige:

Es steht nicht genügend Speicherplatz auf Volume "\\?\Volume{xxxxxxx-cc78-11e4-80b4-xxxxxxxxxxx}" zur Verfügung, um die Schattenkopie von Volume "C:" zu erstellen. Die Erstellung des Schattenkopiespeichers ist fehlgeschlagen.

Um das Problem zu beheben, sind folgende Schritte notwendig:

  1. Öffnen der Datenträgerverwaltung auf dem Client
  2. Auswahl der betreffenden Partition
  3. Kontextmenü – “Eigenschaften” aufrufen
  4. Registerblatt – “Schattenkopien” auswählen
  5. Auswahl des betreffenden Volumes in der Listbox
  6. Aufrufen der Volume-Einstellungen
  7. Setzen der maximalen Größe auf “unbegrenzt”
  8. Bestätigen mit “OK”
  9. Starten einer erneuten Konsistenzprüfung auf dem DPM-Server

DPMErrorID30115

Data Protection Manager DPM Error ID 33424 Fehler beim Sichern einer MS SQL Server Datenbank

Problem:
Beim Anlegen einer Schutzgruppe für eine MS SQL Serversicherung mit dem DPM tritt bei der Replikatserstellung folgender Fehler auf:
“Fehler beim DPM-Auftrag für SQL Server 2012-Datenbank. Der Schutz-Agent verfügt nicht über Systemadministratorprivilegien für die SQL Server-Instanz. (ID 33424)”
Im Gegensatz zu vielen anderen DPM-Fehlermeldungen ist diese sehr selbsterklärend: Der Schutz-Agent verfügt nicht über Systemadministratorprivilegien für die SQL Server-Instanz. Das Dienstkonto, unter dem der DPM Agent auf dem MS SQL Server läuft, braucht Systemadministratorrechte auf dem MS SQL Server-Datenbanksystem. Eine Webrecherche (solve-error-protection-sql-server-dpm) brachte die Bestätigung: “As the error suggests, the problem is that the built-in NT Authority\SYSTEM doesn’t have sysadmin rights.”

Lösung:
Um das Problem zu beseitigen, muss bei einem deutschen System der Account “NT-Authorität\System” als Anmeldung im MS SQL Server angelegt werden und mit den Systemprivilegien “sysadmin” versehen werden. Danach lassen sich die MS SQL-Server-Datenbanken problemlos mit dem DPM sichern.

SharePoint 2013 zeigt fälschlicherweise fehlende Updates auf einem Server an und verhindert dadurch die Ausführung des Konfigurationsassistenten für die SharePoint Farm

Nach einem Patchday kann der Farmkonfigurationsassistent von SharePoint 2013 nicht ausgeführt werden, da angezeigt wird, dass der Patchstand auf den Servern der Farm nicht identisch ist und auf einem Server Updates fehlen würden. Auch die Integritätsanalyse in der SharePoint-Zentraladministration zeigt eine identische Fehlermeldung:

Eine Kontrolle der installierten Updates für SharePoint in der Systemsteuerung zeigt aber, dass die Updates bereits installiert sind. Auch schlägt eine manuelle Installation der Updates mit dem Hinweis fehl, dass diese nicht mehr benötigt werden.

Die Lösung brachte folgender Artikel: SharePoint Cumulative Updates “Error: Some farm products and patches were not detected”

Man soll auf dem betroffenen Server folgenden Powershell-Befehl: Get-SPProduct -Local ausführen. Dieser Befehl aktualisiert anscheinend des Status der installierten SharePoint Updates manuell.

Danach kann man mit dem Powershell-Befehl (Get-SpServer $env:ComputerName).NeedsUpgrade den aktuellen Status überprüfen. Wenn hier false zurückgeliefert wird, ist der Server auf dem aktuellen Stand.

Nach dem Ausführen von Get-SPProduct –Local verschwindet die Fehlermeldung in der SharePoint Integritätsanalyse und auch der Farmkonfigurationsassistent lässt sich wieder ausführen.

Ändern des OneDrive Speicherortes unter Windows 10

Die Windows 10 OneDrive Desktop App bietet keine direkte Möglichkeit, den Pfad für den lokalen OneDrive-Ordner zu ändern. Mit einem Workaround ist dies aber doch möglich.

Schritt 1: Beenden der OneDrive Desktop App. Dazu muss man in der SystemTray mit der rechten Maustaste auf das OneDrive-Symbol klicken, um das Kontextmenü zu öffnen. Dort ist dann der Eintrag “Beenden” zu wählen, um die OneDrive Desktop App zu beenden.

Schritt 2: Löschen des Standard-OneDrive-Ordners unter C:\Benuter\Benutername bzw. c:\Users\BENUTZERNAME. Wenn hier schon eigene Daten vorhanden sind, die nicht gelöscht werden sollen, muss man diese natürlich vorher an einen anderen Ort sichern.

Schritt 3: Starten der OneDrive Desktop App.

Schritt 4: Da in Schritt 2 der bisherige OneDrive-Ordner gelöscht wurde, kommt nun eine Fehlermeldung, dass der OneDrive Ordner nicht gefunden werden kann. Diese Fehlermeldung mit OK bestätigen.

Schritt 5: Ausführen des OneDrive-Konfigurationsassistenten.

Schritt 6: Auswahl des neuen Speicherorts für den OneDrive-Ordner mit der Schaltfläche “Ändern”.

Schritt 7: Der Speicherort des OneDrive-Ordners ist nun geändert.

Schritt 8: Fertigstellen des OneDrive-Konfigurationsassistenten.

Quellen:

How to change location of OneDrive folder in Windows 10 Technical Preview?

Change the location of your OneDrive folder

Bei Office 365 das Ablaufen der Benutzer-Passwörter deaktivieren (Set up office 365 user passwords to never expire)

Als Standardeinstellung werden bei Office 365 Accounts die Passwörter nach 90 Tagen ungültig bzw. laufen aus und müssen neu gesetzt werden. Wenn man diese Zeit als zu kurz ansieht oder den Zwang, die Passwörter neu zu setzen ganz abschalten will, muss man die Windows PowerShell zu Hilfe nehmen.

Um sich mit der Powershell mit seinem Cloud ActiveDirectory zu verbinden, braucht man zwei Voraussetzungen:

  1. “MS Online Sign In Assistant” Download
  2. Install the Powershell Azure AD Module Download

Sind beide Voraussetzungen installiert, gibt man folgende Befehle in der Powershell Eingabeaufforderung ein:

Import-Module MSOnline

#Hier gibt man seine Administrator-Zugangsdaten ein, mit dem man Office 365 administriert
$msolcred = get-credential

#Verbindungsaufbau zum Active Directory seines Office 365 Accounts
connect-msolservice -credential $msolcred

#Zu bearbeitendes Userobjekt ermitteln
$user=Get-MsolUser -UserPrincipalName “user@domain.tld

# Setzen der PasswordNeverExpires Eigenschaft aus True
$user | Set-MsolUser -PasswordNeverExpires $true

Um die Einstellungen zu kontrollieren, kann man sich alle Eigenschaften des Benutzerobjekts anzeigen lassen:

Get-MsolUser -UserPrincipalName User@Domain.tld | fl

Weitere Infos

Zusätzliche E-Mail-Adressen zu Office 365 Exchange Online-Kontakten hinzufügen

In der Office 365 Web-Administration kann man für Exchange Online-Kontaktobjekte nur eine E-Mail-Adresse konfigurieren. Möchte man zusätzliche E-Mail-Adressen angeben, muss man dies über die Powershell erledigen.

Weitere E-Mail-Adressen für Kontaktobjekte können nützlich sein, um beliebige Weiterleitungen von E-Mail-Adressen an externe Adressen zu konfigurieren. E-Mails an alle weiteren E-Mail-Adressen von Kontaktobjekten werden an die primäre E-Mail-Adresse des Kontaktobjekts weitergeleitet.

Vorgehensweise:

Set-ExecutionPolicy RemoteSigned

#Hier Benutzername und Passwort des administrativen Office 365 Accounts eingeben
$UserCredential = Get-Credential 

$Session = New-PSSession -ConfigurationName Microsoft.Exchange -ConnectionUri https://outlook.office365.com/powershell-liveid/ -Credential $UserCredential -Authentication Basic -AllowRedirection

Import-PSSession $Session

#Optionales Hinzufügen eines neuen Kontaktobjekts

$myContact=New-MailContact -Name “Max Mustermann” -DisplayName “Max Mustermann” -ExternalEmailAddress “max@mustermann.de”

#Alternativermitteln eines bestehenden Kontaktobjektes

$myContact =Get-MailContact -Identity ” Max Mustermann “

#Hinzufügen der zusätzlichen E-Mail-Adressen zu dem Kontaktobjekt

$myContact |Set-MailContact -EmailAddresses “SMTP:mail@test.de”

#Kontrolle, welche zusätzlichen E-Mail-Adressen einem Kontakt zugewiesen wurden

Get-MailContact -Identity “Max Mustermann”|select -ExpandProperty EmailAddresses

#Trennen der Remote-Powershellverbindung

Remove-PSSession $Session

Weitere Informationen: Adding multiple Email addresses to mail contacts in Office 365

E-Mails für E-Mail aktivierte SharePoint 2013 Listen bleiben in dem Mail – Drop Ordner liegen und werden nicht einsortiert

Problem: Nach der Aktivierung der SharePoint 2013 Funktionalität “E-Mail aktivierte Listen” bleiben die an SharePoint gesendeten E-Mails in dem Drop Folder (Standard: C:\inetpub\mailroot\Drop) des lokalen SMTP-Servers liegen und werden von dem SharePoint Timerjob “Eingehende E-Mails von Microsoft SharePoint Foundation” nicht in die entsprechenden E-Mail aktivierten Listen einsortiert.

Mögliche Lösungen: Dem Konto, unter dem der Dienst “SharePoint Timer Service” läuft, fehlen die Berechtigungen, um Dateien aus dem Mail-Drop Folder “C:\inetpub\mailroot\Drop” zu verschieben. Hier kann man die NTFS-Berechtigungen so anpassen, dass dem Dienstkonto Änderrechte zugewiesen werden. Quelle: Incoming e-mail stop in “drop” folder

Weitere Lösungsmöglichkeit: Liegt eine E-Mail aktivierte SharePoint-Liste in einer Websitesammlung, für die eine Websitequota konfiguriert ist und liegt dabei der Wert für “Sandkastenlösungen” bei null, werden die E-Mail ebenfalls nicht einsortiert/zugestellt. Lösung: Man muss bei der entsprechenden Websitequota bei dem Wert “Ressourcenkontingent für Sandkastenlösungen” einen von null abweichenden Wert konfigurieren. Quelle: Incoming Email in SharePoint 2013 Stuck in Maildrop Folder

Anonymisieren von IP-Adressen in einer Apache Log Datei mithilfe von sed

Ziel: Man möchte die IP-Adressen in einer Apache Logdatei anonymisieren, indem man das letzte Byte oder die zwei letzten Byte der IP-Adresse durch 0 ersetzt.

Lösungsmöglichkeit: Zeilenweises Durchsuchen der Logdatei mit dem Unix Werkzeug sed. Suchen der IP-Adressen und Ersetzen der Fundstellen mit der anonymiserten IP-Adresse.
Z. B. soll die IP-Adresse 123.123.123.123 durch die Adresse 123.123.0.0 ersetzt werden.

Dazu kann man folgenden Einzeiler verwenden:

sed -i -e 's/\([0-9]\{1,3\}\)\.\([0-9]\{1,3\}\)\.\([0-9]\{1,3\}\)\.\([0-9]\{1,3\}\)/\1\.\2\.0\.0/' access_log_ssl.log

Hier der Versuch einer Erklärung, ohne zu tief auf die regulären Ausdrücke, die in dem sed-Skript verwendet werden, einzugehen.

Vereinfacht sieht das sed-Skript wie folgt aus:

sed -i -e 's/SUCHMUSTER/ERSETZUNG/g' access_log.log

-e = Parameter der angibt, dass ein sed-Script folgt
‘s/SUCHMUSTER/ERSETZUNG/g’ = sed-Skript
SUCHMUSTER = Muster, nach dem gesucht werden soll
ERSETZUNG = Text, mit dem das Suchmuster ersetzt werden soll
access_log.log = Eingabedatei
-i = Inplace Bearbeitung – die Änderungen werden direkt an der Eingabedatei ausgeführt

Sollen die Änderungen in einer Kopie gespeichert werden, dann wird sed ohne den -i Parameter benutzt und die Ausgabe in eine neue Datei umgeleitet.

sed -e 's/SUCHMUSTER/ERSETZUNG/g' access_log.log > bearbeitet.log

In diesem Fall bleibt die Eingabedatei unverändert und die Änderungen werden in der Datei bearbeitet.log gepeichert.

Jetzt zu dem konkreten Beispiel:

Der besseren Lesbarkeit halber wurden die vielen Maskierungen mit dem Zeichen \ entfernt. Diese werden aber in dem eigentlichen sed-Skript benötigt.

Hier das Suchmuster in unserem sed-Skript:

([0-9]{1,3}).([0-9]{1,3}).([0-9]{1,3}).([0-9]{1,3})

[0-9] = Die Zeichen 0-9, also 0123456789 werden an dieser Stelle gesucht
{1,3} = Die Zeichen [0-9] müssen 1 bis 3 mal auftreten
([0-9]{1,3}) = Die Klammern kennzeichnen eine Einheit in dem Suchmuster, auf die anschließend beim Ersetzten zugegriffen werden kann
([0-9]{1,3}).([0-9]{1,3}).([0-9]{1,3}).([0-9]{1,3}) = Das Muster muss vier Mal, getrennt duch einen Punkt, hintereinander auftreten.

Damit hat man aber keine hundertprozentige Sicherheit, dass nur gültige IPv4 Adressen von dem Suchmuster gefunden werden. Ungültige Adressen wie z.B. 999.999.999.999 würden duch das Suchmuster auch gefunden.
Für unseren Anwendungsfall reicht das vereinfachte Suchmuster aber vollkommen aus.

Jetzt zu dem ersetzen Teil des sed-Skripts. Auch hier sind die Maskierungen durch das Zeichen \ weggelassen.

\1.\2.0.0

\1 = Die erste mit Klammern definierte Einheit im Suchmuster
\2 = Die zweite mit Klammern definierte Einheit im Suchmuster; analog dazu könnte man noch \3 und \4 für die dritte und vierte Einheit im Suchmuster benutzen. \1.\2.\3.\4 würde die ursprüngliche IP unverändert ausgeben.
0 = Die Ziffer 0

Der Ersetzen-Teil des sed-Skripts bedeutet also, dass eine gefundene IP-Adresse mit ihren ersten zwei Bytes und mit einer Null als drittes und viertes Byte ersetzt werden sollen.

Fehler 0x80300024 bei der Windows-Installation – Error 0x80300024 Windows is unable to install to the selected location

Wenn bei der Installation von Windows – bei der Auswahl des Installationsorts – der Fehler “Error 0x80300024 Windows is unable to install to the selected location” auftritt, dann kann der Fehler möglicherweise dadurch behoben werden, dass man alle weiteren Festplatten vor der Installation von Windows trennt, z. B. durch Abziehen des SATA-Kabels.

Bei der aktuellen Situation handelte es sich um eine Windows Server 2012 R2 Essentials. Diese sollte neu aufgesetzt werden. Dabei sollte das System auf 2 SSD-Laufwerken, die als Raid 1 Spiegel konfiguriert waren, installiert werden. Mit am SATA-Controller hingen noch drei weitere herkömmliche Festplatten, die bei der ursprünglichen Installation als Storage Pool definiert waren. Anscheinend hat sich Windows bei der Neuinstallation genau an diesen Festplatten gestört. Alle Versuche, Windows Server 2012 R2 Essentials auf die SSDs neu zu installieren, schlugen mit dem  oben genannten Fehler fehl. Man konnte zwar das Raid 1 Laufwerk auswählen – wenn man fortfahren wollte, erschien jedoch der genannte Fehler, dass Windows am ausgewählten Ort nicht installiert werden kann. Erst eine Internetrecherche brachte die Lösung: Einfach alle weiteren Festplattenlaufwerke vor der Installation trennen. Danach ließ sich Windows Server 2012 R2 Essentials problemlos auf den SSD Laufwerken installieren.

 

Hinzufügen eines Websitefeeds zu einer SharePoint 2013 Website

Ein SharePoint-Website-Newsfeed ist keine App im eigentlichen Sinne. Ein Newsfeed kann nicht über den “App hinzufügen”-Menüeintrag des Konfigurationsmenüs hinzugefügt werden. Der Newsfeed muss als Webpart einer Seite hinzugefügt werden. Damit das Newsfeed-Webpart zur Verfügung steht, muss zuerst das Websitefeature “Websitefeed” aktiviert werden.

Hier das genaue Vorgehen:


Aufrufen der Websiteeinstellungen


Aufrufen der Websitefeatures


Aktivieren des Websitefeed-Features


Bearbeiten der Seite, auf der der Newsfeed eingefügt werden soll


Auswahl des Websitefeed-Webparts

Neuer SharePoint 2013 Website Feed